Giacomo Casanova

Giacomo Casanova war ein venezianischer Schriftsteller und Abenteurer des 18. Jahrhunderts, bekannt vor allem durch seine skandalösen Amouren und seine lebendig geschilderten Memoiren "Geschichte meines Lebens". Seine Bedeutung als kulturhistorischer Augenzeuge ist eindrucksvoll - mit seinen Werken hinterließ er ein Stück Weltliteratur, das  Historikern Aufschluss über das gesamteuropäische 18. Jahrhundert gibt. Auf seinen Reisen in damalige europäische Metropolen pflegte er nicht nur Kontakt zu bedeutenden Personen wie amtierenden Herrschern oder Geistlichen, sondern auch zur sozialen Unterschicht. "Es ist als ob man in der Gesellschaft herumkletterte wie in Etagen eines Hauses", bemerkten rund hundert Jahre später die Gebrüder Goncourt.

 

Da Casanova immer "als Fremder" in diverse Situationen gerät, war er gezwungen seine Stellung in der Gesellschaft täglich neu zu erobern, ohne sich dabei in Gefahr zu bringen. Aus dieser Notwendigkeit heraus entwickelte Casanova eine Beobachtungsgabe, die ihn schließlich zum Geheimagenten, zum Gutachter und sogar zum Spion der venezianischen Staatsinquisition befähigte.

 

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